17.04.2019

Egal wo du im Schwarzwald startest und wo du dabei herauskommen willst, die Fahrten mit dem Motorrad führen immer über Straßen, die dem Lenker und auch seinem Mitfahrer Spaß machen.

Der Schwarzwald: Kurven und traumhafte Aussichten

Das Gebiet zwischen A5, A8, A81 und Schweizer Grenze kann grob in drei Gebiete unterteilt werden:

• Der Nordschwarzwald zwischen Pforzheim und Offenburg. Von diesen dunklen Tannenwäldern rührt hauptsächlich der düstere Name „Schwarzwald“ her.
• Der mittlere Schwarzwald zwischen Offenburg und Freiburg, der mit seinen malerischen Flusstälern lockt.
• Und zwischen Freiburg und Basel der Hoch- und Südschwarzwald mit bekannten Seen und – an guten Tagen – Alpenblick.

Als Motorradgebiet lässt der Schwarzwald so gut wie keine Wünsche offen. Kurvige Straßen, urige Bikertreffs, kompetente Werkstätten, malerische Aussichten und sehenswerte Städte und Orte sind überall zu finden. Neben dem Motorradfahren gibt es auch gutes badisches Essen und einige feine Tropfen Wein und Bier, so dass auch das Entspannen nach der Tour zu einem Highlight wird.

Motorrad-Schwarzwald

Fahrerlebnisse im Schwarzwald zu jeder Zeit

Da der Schwarzwald zum sonnigen Südwesten Deutschlands gehört, streckt sich die Motorradsaison recht lange. Von Mitte/Ende März bis in den Oktober hinein, kann man an sonnigen und bewölkten Tagen das Fahrerlebnis genießen. Etwas Vorsicht ist in den Frühlings- und Herbstmonaten geboten: da der Schwarzwald das höchste Mittelgebirge Deutschlands ist, kann es durchaus auch im April noch bzw. im Oktober schon mal schneien. Bei Regen kann es gerade im Herbst auf den Waldstrecken rutschig werden. Außerdem sollte immer eingeplant werden, dass es in den Höhenlagen des Schwarzwalds ca. 5°Celsius kühler ist, als in der Rheinebene.

Die Linke zum Gruße

Von Motorradfahrern frequentiert sind die Schwarzwaldstraßen vor allem im Frühjahr und im Sommer, hauptsächlich an den Wochenenden. An manchen Tagen kommt man vor lauter Grüßen fast nicht mehr mit der linken Hand an den Lenker. Es gibt aber auch Routen, die weniger befahren sind und an Wochentagen ist meist eine Fahrt auch ohne Autoschlangen und Sonntagsfahrer möglich. Wer in den Morgen- und Abendstunden, sowie am Rande der Saison unterwegs ist, kann aber auch kilometerweit gar kein anderes Fahrzeug treffen.
Ansonsten steht dem Fahrvergnügen mit dem Motorrad nichts mehr im Wege und es kann losgehen.

Der Nordschwarzwald


Hier finden sich die waldreichsten und gleichzeitig am wenigsten besiedelten Ecken des Schwarzwaldes. Lange Flusstäler, steile Bergauffahrten, Panoramastrecken auf den Höhen und kurvige Talfahrten. Endlose Waldabschnitte zwischen Rastatt, Pforzheim, Oberkirch, Freudenstadt und Horb am Neckar locken nicht nur mit fahrerischen Herausforderungen jeder Art, sondern auch mit einsam gelegenen Klöstern, malerischen Innenstädten, alten Schlössern und Burgen, Thermalbädern und Sterne-Restaurants.

Tipp: Empfehlenswert sind Touren rund um Bad Wildbad und Horb am Neckar, die wunderbar verbunden werden können zu Mehrtagestouren mit Neuenbürg, Wildberg, Freudenstadt und Baden-Baden.

Der mittlere Schwarzwald

Hier kann man die klimatischen Unterschiede im Schwarzwald am besten herausfahren. Von Osten her durch die kühler und höher gelegenen Orte Alpirsbach, Schramberg, Baiersbronn, Triberg und Wolfach kann man die Flusstäler von Kinzig, Murg und Hausach erfahren, den Nationalpark Schwarzwald durchfahren und an der größten und kleinsten Kuckucksuhr der Welt vorbeifahren.

Natur, Kultur und Genuss geben sich ein Stelldichein, mit den Triberger Wasserfällen, dem Freilichtmuseum Vogtsbauernhof und gleich drei Restaurants mit mindestens zwei Michelinsternen. Gelangt man dann an den westlichen Rand des mittleren Schwarzwalds wird es wärmer und man kann sonnige Touren inmitten von Weinbergen mit Blick in die Rheinebene und auf die Vogesen genießen. Auch hier kann man sich in hübschen kleinen Weinorten, hochgelegenen Ruinen oder an kühlen Flüssen entspannen.

Tipp: Empfehlenswert sind Touren rund um Baiersbronn, Schramberg, Alpirsbach, Oberkirch, Gengenbach und Triberg, die sich gut kombinieren lassen und bei Offenburg einen Anschluss an die A5 geben.

Hoch- und Südschwarzwald

Der gleichzeitig hohe und sonnig südliche Schwarzwald lockt zwischen Freiburg und Schaffhausen.
Enge, steile und herausfordernde Kurven führen zu den höchsten Gipfeln des Schwarzwaldes und den Seen. An den Rändern finden sich das Markgräfler Land, sowie Hotzenwald und Wiesental. Auf Feldberg, Belchen, Blauen und anderen Aussichtspunkten hat man an guten Tagen grandiose Alpensicht. Das Kloster St. Peter, die Kandertalbahn, die Freiburger Altstadt, Titisee und zahlreiche Straußwirtschaften laden zum Verweilen und Entdecken ein. Hier gibt es Touren, bei denen fahrerisches Können vorausgesetzt ist, aber auch Strecken, die man gemütlich entlanggurken kann.

Straße-Schauinsland

Grundsätzlich gilt: Je höher und tiefer in den Schwarzwald rein, desto anspruchsvoller die Strecke.
Gerade in der touristisch bekannten Region zwischen Schweiz, Frankreich und Freiburg ist an Sommerwochenenden und während den Schulferien sehr viel los. In den Monaten März/April sowie September/Oktober kann es durchaus noch bzw. schon Wintereinbrüche mit Schnee und Eisglätte geben.

Tipp: Empfehlenswert sind Touren um Münstertal, Titisee-Neustadt, St. Blasien, Schopfheim und Waldshut-Tiengen. Auch Mehrtagestouren kann man hier gut mit einem Kurzurlaub verbinden.

Der Schwarzwald – ein Paradies für Motorradfahrer

Der Schwarzwald ist also durchaus ein Motorradparadies abseits von Alpen und Pyrenäen und nicht zu unterschätzen bei der nächsten Tourenplanung. Beliebte Treffpunkte für Biker sind unter anderen: Zur großen Tanne an der Schwarzwaldhochstraße, der Parkplatz Schluchsee/Staumauer, Hexenlochmühle bei Furtwangen, Andy‘s Pfeffermühle in Todtnau und Zum Seeheiner an der Nagoldtalsperre. Vielleicht bist ja auch du demnächst dabei?

Weitere Informationen findest du bei das-landkartenhaus.de mit diversen Titeln über Motorradtouren im Schwarzwald.